MEDIENÜBERGREIFENDE FARBSICHERHEIT MIT PANTONE

Pantone-Farbfächer sind so eine Sache. Mit ca. 150 bis 350 Euro Anschaffungskosten pro Farbfächer-Set, das üblicherweise aus einem „coated“ (gestrichen) und einem „uncoated“ (ungestrichen) Fächer besteht, muss man sich diese Investition - vor allem als Ein-Person-Unternehmen - gut überlegen. Hier möchte ich auf die Color-Bridge-Fächer näher eingehen, die zwar im höheren Preissegment liegen, jedoch unerlässlich sind für Designer, die im Print- und Digitalbereich tätig sind. Warum? Das erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

 

Pantone-Farbfächer machen das Leben eines jeden Corporate Designers leichter. Kann man mit günstigen Pantone-Fächern lediglich die Vollton-Pantone-Farbe und dessen annähernden (!) CMYK-Wert erahnen (links auf dem Foto unten), so zeigen hochpreisige Pantone-Fächer die CMYK-, RGB-, HEX- und Pantone-Farbcodes („solid“) (rechts auf dem Foto unten). Sie schlagen quasi die Brücke („Bridge“) zwischen der Print- und der Digitalwelt. Damit kann man natürlich auch den Unterschied zwischen Pantone- und CMYK-Farben sofort erkennen und sich überlegen, ob das die Extrakosten im Druck wert ist oder nicht.

„Plus Series“-Farbfächer links und „Color Bridge“-Farbfächer rechts

Farben müssen exakt so wiedergegeben werden, wie sie im Rahmen der Visualisierung einer Corporate Identity definiert werden; und zwar im Druck (Pantone bzw. CMYK) sowie auf dem Bildschirm (RGB bzw. HEX). Nur sehen Farben im digitalen Einsatz in der Regel komplett anders aus als im gedruckten Zustand, die Kalibrierung des Bildschirms kommt dann noch dazu.

 

Ich möchte das anhand eines Beispiels demonstrieren: Im Sommer 2017 entwickelte ich das Branding für Dr. Gasser-Puck, eine Arztpraxis im Tiroler Unterland. Die definierten Farben waren Pflanzengrün, Sonnengelb, Meeresblau, Reinweiß, Steingrau, Erdbraun, Moosgrün, Himbeerpink und Himmelblau. Weiters gab es exakt zu simulierende Farbverläufe, die sowohl im Druck als auch im Digitaleinsatz perfekt rüberkommen mussten.

Die CMYK-Farbcodes für den Druck hatte ich bereits mithilfe meiner Pantone-Farbfächer definiert. Um die korrekten RGB- bzw. HEX-Farbcodes zu eruieren, bediente ich mich der linken Spalte auf meinen Pantone-Farbfächern.

Dann gab ich die CMYK-Codes in den Adobe Kuler ein und daneben (in einem neuen Farbfeld) die HEX-Codes gemäß des Pantone-Fächers (wichtig: im Adobe Kuler links oben die Farbregel „benutzerdefiniert“ auswählen, sonst klappt das nicht).

 

Der Adobe Kuler errechnet automatisch RGB- und HEX-Farbcodes anhand der eingegebenen CMYK-Codes. Allerdings sind diese wirklich zu nichts zu gebrauchen (sorry, Adobe).

Die exakten Pantone-Farbcodes (CMYK, RGB, HEX) sind in grün eingerahmt, die vom Adobe Kuler automatisch kalkulierten Farbcodes sind rot durchgestrichen.

 

Wie Sie in den oben stehenden Screenshots sehen können, sehen die vermeintlich „gleichen“ Farben komplett unterschiedlich am Bildschirm aus. Das kommt dabei heraus, wenn man den Adobe Kuler oder zahlreiche andere Online-Tools verwendet um CMYK-Farbcodes in RGB-/HEX-Farbcodes umzuwandeln. Und genau das ist der Grund, warum Pantone-Farbfächer („Color Bridge“!) so wichtig sind. Nur die Pantone-Farbfächer zeigen die optisch (!) korrekten Bildschirm-Farben, die den CMYK-Werten am nächsten kommen. Nur so lässt sich ein einheitlicher (farblicher) Firmenauftritt über alle Kommunikationskanäle hinweg bewerkstelligen.

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Mehr zum Thema Farbe lesen Sie im Artikel "Wie Farben auf Ihre Zielgruppe wirken".

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